Unerschrocken und mit bewundernswerter Neugier hat sich Alois Gmeiner auf einen ganz besonderen Weg gemacht: Auf seiner „Tour de Toilette“ durch Österreich erkundet er die ungewöhnlichsten Klos und befragt jene, die mit unseren postkulinarischen Hinterlassenschaften tagtäglich umgehen müssen wie den WC-Wart auf der höchsten Autobahnbrücke Österreichs oder Mitglieder der Wiener Kanalbrigarde bis hin zur Besitzerin eines Vier-Sterne-Hotels in Tirol, das die phantasievollsten Toiletten ihr Eigen nennt. Gmeiners Reisebericht philosophiert über das Woher und Wohin, denkt über fremdländische Klo-Sitten genauso wie über die Gründe dafür nach, weshalb sich Ruhesuchende mittels Kurzprosa auf Abort-Wänden verewigen, und auch darüber, weshalb man in Österreich nach der Toilette fragt, der prüde Amerikaner sich hingegen verschämt erkundigt: „Where is the bathroom?“